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Gran Canarias faszinierende Vogelwelt
Ein „Miniaturkontinent“ mitten im Atlantik: Gran Canaria überrascht mit einer unglaublichen Vielfalt an Klimazonen, Landschaften und Lebensräumen. Aufgrund ihrer einzigartigen natürlichen Gegebenheiten wurde ein großer Teil der Insel von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt.
Von den goldenen Dünen von Maspalomas im Süden bis zur grünen, zerklüfteten Nordküste präsentiert sich die Insel als eine Ansammlung versteckter Buchten und Strände, tiefer Schluchten, beeindruckender Feuchtgebiete und mit Kiefern bewachsener Berghänge.
Von der Küste bis ins Hochland: Wo sich Gran Canarias Vogelwelt versteckt
Gran Canarias außergewöhnliche Geologie und das facettenreiche Klima haben eine beeindruckende Vielfalt an Lebensräumen hervorgebracht. Von duftenden Kiefernwäldern und uralten Lorbeerwäldern bis hin zu schroffen Küstenklippen, bedeckt mit Pflanzen, die dem salzhaltigen Klima trotzen. Diese bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten, die oft ausschließlich hier vorkommen, ein Zuhause.
Gran Canaria ist ein Paradies für Naturliebhaber, insbesondere für all jene, die sich für Vogelbeobachtung begeistern. Über 70 Arten brüten auf der Insel, die strategisch günstig auf der Zugroute zwischen Europa und Afrika liegt, was sie zu einem beliebten Zwischenstopp für Hunderte von Zugvogelarten macht.
Gefiederte Gäste
Eingebettet in eine Palmenoase ist das Grand Hotel Residencia ein idealer Ausgangspunkt für Vogelbeobachter. Mit etwas Glück entdecken Sie vom Liegestuhl aus einen Wiedehopf mit seiner auffälligen Federkrone, sehen einen Seidenreiher durch den Garten schreiten oder hören das schrille Kreischen der leuchtend grünen Halsbandsittiche, die in den Palmenkronen ihr Zuhause gefunden haben.
Die mit Bougainvillea bewachsenen Villen des Grand Hotel Residencia sind nur einen kurzen Spaziergang von zwei der besten Vogelbeobachtungsorte Gran Canarias entfernt: der Lagune La Charca de Maspalomas und der Tony Gallardo Park.
Wasservögel in der Charca de Maspalomas
La Charca de Maspalomas ist eine salzhaltige Lagune, umgeben von Tamarisken und Schilf. Sie zählt zu den bedeutendsten Beobachtungsplätzen für Wasservögel auf den Kanarischen Inseln. Das zum Naturschutzgebiet gehörende Feuchtgebiet ist ein Anziehungspunkt für Wasser-, Stand- und Zugvögel, die hier einen Platz zum Rasten und Nisten suchen. Die Promenade entlang der Lagune ist ein wunderbarer Ort für Birdwatching. Mit einem Fernglas ausgestattet, lassen sich hier bis zu 24 verschiedene Arten beobachten. Darunter majestätische Graureiher, flinke Sanderlinge und anmutige Wüstenfalken.
Vogelbeobachtung im Tony Gallardo Park
Etwas weiter nördlich liegt der Tony Gallardo Park, ein botanischer Garten, der für seine Artenvielfalt bekannt ist. Durch seine Nähe zur Lagune La Charca de Maspalomas ist er ein Rückzugsort für zahlreiche Zug- und Standvögel, die von den vielen Wasserflächen im Park angelockt werden. Auf den Wegen im Park können Besucher zwischen Tamarisken und kanarischen Palmen spazieren gehen. Dabei lassen sich Sichler mit ihrem grünlich und rötlich schimmerndem Gefieder oder kleine, olivfarbene Kanarenzilpzalpe beobachten, die auf Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura heimisch sind. Seit seiner Eröffnung hat sich der Tony Gallardo Park zu einem der wichtigsten Orte für Vogelbeobachtung und Umwelterziehung im Süden Gran Canarias entwickelt.
Naturschutz beginnt mit Wissen. Ohne Bewusstsein können wir Bestehendes nicht wertschätzen. Und ohne diesen ersten Schritt ist es schwierig, zum nächsten überzugehen – nämlich zu lieben und zu schützen.
Das war die zentrale Botschaft eines der jüngsten Vorträge, die im Tony Gallardo Park gehalten wurden. Und Gran Canaria, Heimat zahlreicher und einzigartiger Vogelarten, bietet vieles, das es zu ehren und schützen gilt.
Ein Paradies für Zugvögel
Wie zum Beispiel den Regenbrachvogel, dessen beeindruckende Reise aus den nördlichen Breiten Europas und Asiens gelegentlich von der Küste aus beobachtet werden kann: Schwärme von bis zu 70 Vögeln, die tief über den kanarischen Himmel fliegen.
Oder der Steinwälzer, ein kleiner Stelzenläufer, der auf Gran Canaria weit verbreitet ist, aber so unauffällig, dass er dem ungeübten Auge leicht entgeht. Er ist bekannt für seine Angewohnheit, kleine Steine umzudrehen, um darunter nach Nahrung zu suchen. Besonders spannend ist, dass kein Steinwälzer dem anderen gleicht, denn jeder Vogel trägt ein individuelles Gefiedermuster.
Der Wüstengimpel ist ein aussterbender Steppenvogel, dessen Ruf an eine Trompete erinnert. Mit seinem rosafarbenen Gefieder und dem kurzen Schnabel lebt er heute nur noch in einigen trockenen Gebieten im Süden der Insel.
Einige Vögel leben schon seit Jahrhunderten in der Region, andere, wie die Rostgans – eine auffällige, gänseähnliche Ente – kamen erst vor kurzem vom afrikanischen Kontinent, der nur hundert Kilometer entfernt liegt.
Birdwatching-Tipps
Im Grand Hotel Residencia teilen wir die Überzeugung, dass der Schutz mit Beobachtung beginnt, und dass aufmerksames Beobachten der erste Schritt ist, die Natur wertzuschätzen.
Deshalb empfehlen wir, die Artenvielfalt der nahegelegenen Naturräume zu entdecken, am besten früh morgens und bei Sonnenuntergang. Der Tony Gallardo Park ist von Montag bis Freitag zwischen 8:00 und 13:30 Uhr geöffnet. Am magischsten zeigt sich La Charca de Maspalomas bei Sonnenaufgang und in der Abenddämmerung, wenn Vogelgesang und goldenes Licht eine märchenhafte Stimmung schaffen.
Die beste Zeit für Vogelbeobachtungen liegt zwischen Oktober und März, wenn viele Zugvögel auf ihrer Reise eine Pause auf Gran Canaria einlegen. Beim Erkunden der geschützten Gebiete gilt: mit Respekt unterwegs sein, auf den markierten Wegen bleiben und die Tierwelt nicht stören. Ein Fernglas, unauffällige Kleidung und, wenn möglich, ein ortskundiger Guide können das Naturerlebnis nicht nur bereichern, sondern auch spannender und lehrreicher machen.