Grand Hotel Garden

Die außergewöhnliche Flora Gran Canarias

12. Aug. 2023
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Ein botanischer Wegweiser durch Gran Canaria

Von kiefernbedeckten Berghängen und tiefen Schluchten, die von der vorspanischen Geschichte der Insel erzählen, bis hin zu üppigen Tälern mit Zitrushainen und zerklüfteten Klippen, an denen sich die Wellen des Atlantiks brechen: Die Natur Gran Canarias entfaltet sich als faszinierendes Mosaik aus Landschaften und Mikroklimata. Viele der Pflanzen, die hier wachsen, gibt es in freier Natur nirgendwo sonst auf der Welt.

Die Voraussetzungen dafür entstanden vor Millionen von Jahren. Vulkanische Kräfte formten die Insel, ihre isolierte Lage im Atlantik tat ein Übriges. Pflanzen, die Gran Canarias Küsten erreichten, passten sich über lange Zeit an ihre neue Umgebung an. So entstand eine außergewöhnliche Vielfalt endemischer Arten.

Heute gedeihen die einheimischen Pflanzen Gran Canarias unter höchst unterschiedlichen Bedingungen: vom Meeresspiegel bis in fast 2.000 Meter Höhe, auf schroffen Vulkanformationen und in Klimazonen, die vom sonnenverwöhnten Süden bis zum kühleren, grüneren Norden reichen. Diese besonderen Voraussetzungen erklären, warum eine vergleichsweise kleine Insel so unterschiedliche Vegetationswelten beherbergen kann, teilweise nur wenige Kilometer voneinander entfernt.

Botanische Wahrzeichen der Insel

Tijanaste Azul Gran Canaria

Die Kanarische Dattelpalme gehört zu den charakteristischsten Pflanzen der Insel. Sie erhebt sich über Täler, Dörfer und Schluchten, ihre weit ausladenden Wedel sind aus vielen Landschaften Gran Canarias kaum wegzudenken. Dank ihrer außergewöhnlichen Anpassungsfähigkeit und ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber kühleren Temperaturen ist sie auch in vielen Gärten der Insel zu finden, darunter im bekannten Jardín Canario.

Ganz anders wirkt der Cardón. Die Kanarische Wolfsmilch ist das offizielle Pflanzensymbol Gran Canarias und wie geschaffen für die trockenen Regionen der Insel. Auf steinigen Hängen und in warmen Schluchten hebt sich ihre fast skulpturale Form vom dunklen Vulkangestein ab.

Der Blaue Tajinaste zählt zu den besonderen botanischen Schätzen Gran Canarias. Aus der Pflanze erheben sich schlanke Türme blauvioletter Blüten. Man begegnet ihm vor allem in den kühleren Höhenlagen des Nordens und Nordwestens, mitunter direkt am Wegesrand. Seine nektarreichen Blüten ziehen zahlreiche Bestäuber an.

In den grünsten und geschütztesten Winkeln der Insel haben sich Reste der Laurisilva erhalten. Lorbeerarten und Farne wachsen hier in dichter Vegetation, gespeist von der Feuchtigkeit der Passatwinde. Wer durch einen solchen Wald geht, begegnet einem Landschaftsbild, das auf den Kanarischen Inseln seit Jahrmillionen existiert.

Ein Garten, der zur Insel gehört

GHR Pianobar Terrace

Die von Luis Vallejo gestaltete Gartenanlage des Grand Hotel Residencia bietet einen ersten Einblick in die Flora Gran Canarias. Vallejo zählt zu den renommiertesten Landschaftsarchitekten Spaniens. Für ihn ist ein Garten weit mehr als eine Ansammlung schöner Pflanzen. Er versteht ihn als lebendige Komposition, die von ihrem Ort, ihrer Kultur und der Zeit geprägt wird. Seine Landschaftsgestaltung beruht auf der Überzeugung, dass Gärten wirken sollten, als seien sie ganz selbstverständlich aus ihrer Umgebung hervorgegangen.

Pflanzen und natürliche Materialien bestimmen die Gestaltung. Jede Art wurde nicht nur nach ihrer Schönheit ausgewählt, sondern auch danach, wie sie mit dem Mikroklima Gran Canarias und der Architektur des Hotels zusammenspielt: mit warmen Creme- und Terrakottatönen und klaren Linien.

Das Ergebnis wirkt mühelos und natürlich. Nichts scheint sich in den Vordergrund zu drängen. Und doch zeigt sich in den Proportionen, den Pflanzen, den Strukturen und selbst in den bewusst freigelassenen Flächen Vallejos Handschrift.

Unter Palmen

GHR Garden

Schattige Wege führen durch die Gärten des Grand Hotel Residencia, vorbei an Palmen, Kakteen und tropischer Vegetation. Am Nachmittag fällt warmes Licht durch die feinen Wedel der hohen Palmen. Die Blätter bewegen sich im Wind, in der Luft liegt der Duft der Blüten.

Entlang der Wege zeichnen sich die Silhouetten der Kakteen zwischen den Farben des Gartens ab: das kräftige Violett der Bougainvillea, daneben das silbrig grüne Laub und die blassgelben Blüten des Verode.

Auch seinen eigenen Klang hat der Garten. Halsbandsittiche rufen aus den Baumkronen, zwischen den Pflanzen ist der unverwechselbare Ruf des Wiedehopfs zu hören.

Das wechselnde Licht, die Düfte, Farben und Texturen verbinden sich zu einer Oase aus Schatten und Ruhe, in der sich der Rhythmus der Jahreszeiten Gran Canarias ebenso spüren wie beobachten lässt.

Die Gärten sind weit mehr als eine Kulisse. Sie holen etwas von der Landschaft Gran Canarias in das Grand Hotel Residencia und geben Gästen einen ersten Eindruck von der Pflanzenwelt der Insel. Vielleicht beginnt hier, zwischen Palmen, Kakteen und Bougainvilleen, bereits die Neugier auf das Gran Canaria jenseits des Hotels: auf seine Täler und Berge, die Lorbeerwälder und kargen Vulkanhänge.

Während eines Aufenthalts im Grand Hotel Residencia werden die Gärten so zu einer sanften ersten Begegnung mit der Insel: zu einem Ort zum Flanieren und Verweilen, an dem man nichts weiter tun muss, als sich Zeit zu lassen.

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